Spielzeit:
2176 Minuten
The Adventures of Elliot: The Millennium Tales ist ein etwas umstrittenes Spiel. Die Reviews hier bei Steam sind etwas durchwachsen, auf X ist sich auch niemand einig und trotzdem muss ich ganz klar sagen, dass das Spiel meiner Meinung nach eine solide 8,7 von 10 ist. Wie ich zu dieser Wertung komme, folgt jetzt.
[h2]Die Story[/h2]
Das Spiel startet recht plump und langsam in die Story. Elliot, ein Abenteurer, dem scheinbar alles gelingt und der daher von sich selbst sehr überzeugt ist, bekommt einen Auftrag vom König. Klingt erst einmal nach dem typischen mittelalterlichen RPG. Dann kommt auf einmal Zeitreisen ins Spiel. Nun haben wir ganz viele Möglichkeiten, wie es weitergehen kann, und auch wenn es in erster Linie sehr repetitiv und langweilig wirkt, so ist überall etwas Story verteilt. Vieles kann man sich ableiten, noch bevor es ausgesprochen wird, und dennoch ist es nicht zu offensichtlich.
Da ich nichts spoilern möchte, bleibe ich auch punkto Story bei dem bisher Gesagten und ergänze es nur damit, dass man der Story auf alle Fälle eine Chance geben sollte. Normalerweise spiele ich Spiele auch eher des Gameplays wegen, doch hier war ich sehr zufrieden.
[h2]Das Gameplay[/h2]
Hier hätte man mehr rausholen können. Denkt man an Titel wie [b]Ys[/b], die vom Gameplay sehr ähnlich sind, fällt einem leider sofort auf, dass Elliot hier nicht mithalten kann. Es geht in die richtige Richtung, aber das Gameplay fühlt sich an, als ob man ein Beat ’em up spielt und noch darüber nachdenkt, wie die Combo funktioniert. Es geht ganz gut, aber geschmeidig ist es noch nicht.
Ich hoffe, Square Enix bleibt da dran und bringt beim nächsten Titel derselben Art Animation Canceling, Mid-Air-Aktionen und Combos für die Waffen raus. Ja, wenn man es lediglich mit bspw. The Legend of [b]Zelda: A Link to the Past[/b] vergleichen will, dann passt es ziemlich gut. Allerdings wäre mir eine 3-Hit-Combo mit dem Schwert ganz lieb gewesen, wo zwei schnelle Schläge und ein langsamerer Hieb mit höherem Impact folgen. Also ja, hier hat das Spiel ganz klar Luft oben.
[h2]Die Musik[/h2]
Was soll ich sagen... Square Enix hat hier mal wieder gekocht. Das Einzige, was mir hier teilweise sauer aufgestoßen ist, war das Timing in ein paar Cutscenes. Es ist noch recht dramatisch, aber ein kleiner Funken Hoffnung taucht auf und auf einmal kommt direkt ein Song, der nur so von Hoffnung strahlt, statt die Szene noch einen Moment länger in Dunkelheit und atmosphärische Musik zu hüllen. Aber die Musik selbst: güldig.
[h2]Trophyhunt[/h2]
Da kein Schwierigkeitsgrad vorgegeben ist und man für alles außer die Manuskripte einen Kompass bekommt, sind die Trophäen recht leicht zu hunten. Die Heldenprüfung ist mit einer gewissen Waffencombo ein Witz, dazu habe ich auch schon ein YouTube-Video released. Hier gibt es also binnen ca. 36–45 Stunden eine 100% Completion. Der In-Game-Timer läuft nicht weiter, wenn man sich nicht wiederbeleben lässt, da man dann den letzten Save lädt. Dadurch wirkt es so, als hätte man viel weniger Stunden reingebuttert, als man es in der Tat getan hat.
Meine Platin hat 35 Stunden gedauert, und ich war schon relativ schnell, würde ich sagen. Allerdings habe ich auf Extrem und ohne Heilung gespielt, bis ich das Spiel durchgespielt hatte. Danach habe ich Heilung und Wiederbelebungen für das Cleanup genutzt. Man kann sich im Spiel für Tul (Währung) wiederbeleben lassen. Dann startet man an der Stelle des Todes direkt wieder mit Full Life. Das funktioniert nicht in den Challenge Dungeons, nimmt aber bei jedem Boss natürlich deutlich die nötige Lernkurve weg, sollte man damit spielen. Darum habe ich es erst nach dem Playthrough genutzt.
Ich hoffe, das Review war hilfreich für euch.
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