Spielzeit:
1672 Minuten
"Infectonator: Survivors" ist ein roguelike RTS.
Das Game ist eigentlich eine wilde Mischung aus Echtzeitstrategie, Tower-Defence und Management-Spiel, das zudem auch noch roguelike funktioniert. Wir steuern eine Gruppe von bis zu vier Überlebenden durch eine Stadt und sollen es schaffen, in 15 Tagen ein kaputtes Auto zu reparieren, um der Stadt zu entfliehen, denn dann wird eine riesige Atomexplosion die Stadt ausradieren. In der Stadt wimmelt es nur von Zombies, die uns an unser Leben wollen. Wir müssen verschiedene Häuser der Stadt aufsuchen. Dort steuern wir unsere Gruppe durch die Gegend, zerschnetzeln Zombies und looten diverse Loot-Container. Wieder daheim in unserem temporären Hauptquartier können wir unsere Mitglieder heilen, upgraden, neue Waffen oder Schutzwesten bauen, Gemüse und Obst anpflanzen und das dann in der Küche zu Nahrung verarbeiten, die unsere Gruppe täglich verbraucht. Für all das haben wir nur begrenzt Zeit und zudem müssen wir darauf achten, daß unsere Gruppe nicht zu müde wird, um auf die nächtlichen Loottouren zu gehen
In einigen Arealen können wir dann noch wie in einem Towerdefence Turrets, also Geschütztürme, die uns im Kampf gegen die immer zahreicher und stärker werdenden Gegner unterstützen. Eines ist dennoch sicher: bei den ersten Runs werden wir das Ziel, das Auto zu reparieren, nicht schaffen. Ist der Run dennoch relativ erfolgreich, bekommen wir Tickets, die wir gegen bessere Startbedingungen für den nächsten Run eintauschen können. Oder wir schalten eines von drei weiteren Teams frei.
Wir steuern unsere Gruppe per Mausklicks, bewegen also unsere bis zu vier Teammitglieder nie direkt, sondern klicken auf den Punkt, zu dem sie laufen sollen, nachdem wir entschieden haben, wen wir bewegen wollen. Prinzipiell kein schlechtes Konzept, hat man allerdings eine Gruppe von vier Überlebenden kann das in engen Arealen schon mal anstrengend werden. Da die Wegfindung auch nicht die intelligenteste ist, kann es passieren, daß einer unserer Kollegen direkt in einen Gegner latscht. Um das zu vermeiden, sollte man relativ defensiv und konservativ vorgehen. Dann schützt man sich vor unnötigen Verlusten.
Viel ist zufällig strukturiert. Das heißt, es ist möglich, daß wir schon früh einem knackigen Gegner gegenüberstehen, den wir kaum bezwingen können. Es kann aber auch passieren, und das passiert häufiger, daß wir lange mehr mit schwacher Masse denn mit Klasse zu kämpfen haben.
Eigentlich ein richtig gutes Konzept und nicht zuletzt auch wegen des sympathischen und gelungenen Pixel-Looks ein durchaus unterhaltsamer Titel. Ein Problem ist nur, daß man trotz der vielen Elemente im Grunde immer wieder dasselbe macht und das wird dann irgendwann zum recht ermüdenden Grind.
Neben einigen kleineren Problemen ist vor allem das Pacing merkwürdig. Auch wenn die einzelnen Elemente Spaß machen, fühlt man sich recht rasch wie in einer Art Endlosschleife. Die einzelnen Runs und die Abschnitte fühlen sich jeweils zu lang an.
Und das ist schade, denn vieles an dem Game, bis hin zum Soundtrack, ist eigentlich richtig gut.
[h1]Wertung:[/h1]
7/10 Atmosphäre
7/10 Story
7/10 Grafik
6/10 Sound
7/10 Spielmechanik
5/10 Balancing
6/10 Spielspass
[h1]Fazit:[/h1]
Spaßig, aber zu repetitiv.
[h1][b]6/10 Gesamtwertung
👍 : 14 |
😃 : 0