Spielzeit:
7844 Minuten
[h1][b]Schönes Tower-Defense-Spiel im Fantasy-Bereich[/b][/h1]
[i]Deathrap[/i] ist ein schön designtes Tower-Defense-Spiel im Fantasy-Bereich, das mit unterschiedlichen Charakteren, einer Vielzahl von ‚Türmen‘ (hier traps = Fallen) und massig Monstern auf abwechslungsreichen Karten aufwartet.
Ursprünglich ein Mini-Spiel innerhalb des Action-Rollenspiels [i]The Incredible Adventures of Van Helsing[/i] wurde es als eigenständiges Spiel ausgekoppelt und zählt zweifellos zur oberen Riege der Tower-Defense-Spiele. Diverse kleine Macken trüben allerdings den Spielspaß.
[b]Zur Einzelkritik:[/b]
[i][u]Steuerung/ Bewegung[/u][/i]
Standard-Maussteuerung: Flüssige Bewegung des Charakters; ganz selten kommt es zu kleinen Verhaklern oder man bleibt mal kurz an einer Ecke hängen.
[i][u]Grafik[/u][/i]
Nicht der letzte Schrei, dadurch aber auch auf älteren Rechnern noch gut spielbar. Die Fantasy-Atmosphäre ist gut – teilweise sogar recht stilsicher – umgesetzt, wobei die Hintergründe (inklusive Bodentexturen) durch das Layout der Karten weitgehend kaschiert werden.
[i][u]Musik/ Sound[/u][/i]
Die Musik fügt sich passend in das Gesamtkonzept ein und verstärkt die Atmosphäre ohne dabei aufdringlich zu wirken. Die Soundeffekte sind ebenfalls stimmig, egal ob Monstergrummeln oder Blitzschlaggeräusch, und treffen den richtigen Ton.
[i][u]Spielprinzip / Charaktere[/u][/i]
Klassisches Tower-Defense mit Monstern, die sich auf einer oder mehreren festgelegten Routen bewegen, die vom Spieler mit Fallen gespickt werden können, um die Monster am Erreichen ihres Ziels (1-3 Portale) zu hindern.
+ drei verschiedene Spielmodi (Kampagne, Szenario, Last Stand)
+ da die Monster sich auf festen Routen bewegen, müssen keine speziellen Mauern errichtet werden und man kann sich auf die Fallen konzentrieren
+ große Zahl unterschiedlicher Fallen, die sich in 5 Kategorien aufteilen. Jede Falle verfügt über bestimmte Stärken und Schwächen, was zum Ausprobieren einlädt und unterschiedliche Strategien ermöglicht
+ drei unterschiedliche Charaktere (Jäger, Hexerin, Söldner), die sich auch wirklich unterschiedlich spielen und über einen eigenen, ausgeprägten Fähigkeitenbaum verfügen
- im Solo-Modus kann einzig die Hexerin ihre Stärken sinnvoll ausspielen; der Söldner kann immer nur eine Route verteidigen und wird als Tank im Nahkampf gebunden, sodass er nicht schnell genug reagieren kann und auch der Jäger entfaltet seine volle Stärke erst im Koop, wenn ein anderer Spieler die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich lenken kann
- wie in fast allen Tower-Defense-Spielen ist das Verhältnis von Ressourcen (hier: Essenz) und Gegnern teilweise lächerlich unausgewogen (zu wenig Essenz, zu viele Monster); auch ‚Deathtrap‘ ist zu mindestens zwei Dritteln eigentlich ein Player-Defense-Spiel
- alle Spielmodi finden im Wesentlichen auf denselben 13 Karten statt; die Fallenpunkte ändern sich zwar je nach Modus, doch wäre hier mehr Abwechslung wünschenswert
[i][u]Allgemeines[/u][/i]
- sehr selten treten Abstürze nach Abschluss einer Mission auf, wodurch der erzielte Fortschritt nicht gespeichert wird
- einige Errungenschaften sind seit einem Patch defekt und lassen sich nicht mehr freischalten
- das Entwicklerteam reagiert nicht auf Anfragen und scheint die Unterstützung des Spiels eingestellt zu haben
[b]Fazit: Wer ein gutes Tower-Defense-Spiel sucht, kommt um ‚Deathrap‘ nicht herum. Wer solche Spiele mag, kann bei einer der zahlreichen Steam-Rabattschlachten bedenkenlos zugreifen. Einige kleinere Schwächen verhindern das Prädikat ‚sehr gut‘, weshalb unterm Strich eine glatte 2,0 steht.[/b]
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