Spielzeit:
835 Minuten
Mein Fazit des Spiels gibt's unten, falls einem der ausführliche Text hier zu lang sein sollte, und man grob die Stärken und Schwächen des Spiels aufgelistet haben möchte.
[h1]Handlung[/h1]
Ein ehemaliger Krimineller hatte beschlossen, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen. Da er aber nicht bloß ein einfacher Ladendieb war, sondern der beste seines Fachs, der alles besorgen kann, was man ihm aufträgt, waren seine Klienten von seiner Entscheidung nicht begeistert. Deshalb entführen sie seine Frau, was wiederum ihn nicht begeistert. Daher besorgt er sich ein Exoskelett von einer Firma, die bionische Verbesserungen herstellt - schließlich ist es das Ende des 21. Jahrhunderts - und jagt einen nach dem anderen, um ihn zu töten.
Und fast die gesamte Geschichte wird schon ganz am Anfang erzählt. Zwischendurch hört man nur die Logbucheinträge des Protagonisten, im Spiel "Künstler" genannt, der seine Gedanken nach jedem Boss aufzeichnet. Ganz am Ende gibt es noch einen kleinen Twist, aber den will ich logischerweise nicht verraten.
[h1]Gameplay[/h1]
[i]Until I Have You[/i] stellt den Spieler vor die anspruchsvolle Aufgabe, von links nach rechts zu laufen, und dabei möglichst allen Hindernissen auszuweichen. Zur Verteidigung (oder zum Angriff, da abhauen auch fast immer möglich ist), hat man eine Handvoll Waffen, die sich in Stärke und Funktion unterscheiden.
Und auch wenn das Gameplay an sich erstmal recht simpel klingt, muss ich doch loben, wie das Spiel sich entwickelt: Quasi in jedem Kapitel wird eine neue Mechanik eingeführt, die die Art, wie man ans Ende des Level kommt, drastisch verändert.
[h1]Atmosphäre[/h1]
Die Atmosphäre war im Wesentlichen das, was mich das Spiel weiterspielen ließ, nachdem ich dem Gameplay anfangs ein wenig skeptisch gegenüberstand.
Der neonartige Cyberpunkstil wird wunderbar durch die pixelige Grafik dargestellt, und sieht zudem noch superschick aus. Und der synthetisierte Soundtrack hört sich echt klasse an.
Und nicht zuletzt hat mir das Design der Bosse sehr gut gefallen. Sie passen alle in diese Welt, in der man alles kaufen kann - selbst Göttlichkeit - und alles ersetzbar ist - selbst der eigene Körper.
[h1]Sonstiges[/h1]
Das Spiel hat - zumindest bei mir - scheinbar seinen eigenen Willen, wie es genau jetzt laufen will. Es ist ein bisschen schwer zu erklären, aber zum Beispiel waren im Ergebnisbildschirm bei mir oft sofort die Gesamtpunktzahl zu sehen, während andere Male die Punkteanzeige erst langsam hochgezählt hat. Ebenso kam nach dem Tod der Spielfigur ein Bildschirm, der einen vor die Wahl gestellt hat, vom Kontrollpunkt oder vom Levelanfang neu zu starten. Andere male wurde ich sofort an den Kontrollpunkt zurückgesetzt.
[h1][u]Fazit / TL;DR[/u][/h1]
[i]Until I Have You[/i] bietet ein an sich simples Gameplay, das sich jedoch mit jedem Fortschritt im Spiel weiterentwickelt, und sich somit verändert. Die pixelige Grafik und der synthetisierte Soundtrack erzeugen symbiotisch die richtige Atmosphäre für die Cyberpunkwelt des Spiels. Da kann man auch mal über die kleinen technischen Mängel und die recht schwach erzählte Handlung hinwegsehen.
👍 : 3 |
😃 : 1